Ein Kommentar von Wolfgang Huber
Es sieht nicht gut aus für uns in Deutschland. Unser Land befindet sich in einem anhaltenden wirtschaftlichen und moralischen Abstieg, der nicht bloß konjunktur-, sondern auch strukturbedingt ist.
Der deutsche Wirtschafts-Professor Thorsten Polleit hat in verschiedenen Expertisen dazu
Stellung genommen und die Situation treffend analysiert! Die wichtigsten Kernthesen daraus haben wir für Sie zusammengefasst und zitieren sie nachfolgend:
Der langfristige Wachstumstrend in Deutschland liegt zurzeit nur noch bei rund 0,4 % pro Jahr, während die USA zum Beispiel mit 2,2 % ein Vielfaches erreichen. Das bedeutet, dass sich das amerikanische Einkommen in wenigen Jahrzehnten verdoppelt, während Deutschland dafür mehrere Jahrhunderte benötigt.
Die Ursachen dieses Niedergangs sind die Abkehr vom Kapitalismus und einer zunehmenden Hinwendung zu sozialistischen Strukturen. Diese Politik hat zur Deindustrialisierung, zu einer Zerstörung produktiven Kapitals, zu hohen Energiekosten und einer Einschränkung der Konsummöglichkeiten geführt.
Kurzfristig mögen sich sozialistische Kräfte vielleicht über ihren Einfluss freuen, langfristig
jedoch zerstört diese Entwicklung die wirtschaftlichen Grundlagen des Landes.
Als Folge dieser Bundes-Politik kommt es zu einer wachsenden Abwanderung von Fachkräften und Kapital in Länder mit besseren Rahmenbedingungen. Damit wird die Wirtschaftskraft weiter geschwächt und die staatlichen Sozialsysteme geraten zunehmend in eine Schieflage. Besonders die Renten- und Krankenversicherungssysteme sind angesichts von Überalterung und Masseneinwanderung finanziell nicht mehr tragfähig. Schon jetzt beträgt das jährliche Defizit der Rentenversicherung über 100 Milliarden Euro, während die Krankenversicherung ein Loch von 30 Milliarden aufweist.
Die Regierung kaschiert diese Defizite durch Umwidmung von Steuereinnahmen und neue Schulden, doch der finanzielle Spielraum schwindet. Die Aufhebung der Schuldenbremse und die geplante Neuverschuldung von rund einer Billion Euro sind ein Zeichen dafür, dass der Staat zunehmend handlungsunfähig wird. Mit den bestehenden Verbindlichkeiten beläuft sich die explizite Staatsverschuldung auf 63 % des BIP, doch inklusive impliziter Verpflichtungen – etwa Pensionszusagen – liegt sie bereits bei geschätzten 450 % des BIP. Damit ist der Staat faktisch bereits überschuldet, auch wenn dies noch nicht offen zugegeben werde.
Die Zinsbelastung steigt weiter an und übersteigt bald das Wirtschaftswachstum. Neue Einkommen fließen zunehmend in den Schuldendienst – ein klarer Weg in den Staatsbankrott.
Die politischen Handlungsoptionen sind begrenzt: Entweder muss der Staat drastisch sparen was unpopulär ist -, die Steuern erhöhen -was die Abwanderung weiter beschleunigt- oder die Europäische Zentralbank muss die Zinsen weiter senken, um das Schuldenkarussell am Laufen zu halten. Letzteres führt jedoch zwangsläufig zur Inflation, auch die Ersparnisse werden entwertet.
Zusätzlich wird unter dem Vorwand einer externen Bedrohung die Bevölkerung auf das Schlimmste eingeschüchtert, während die Regierung durch Kriegswirtschaft und Preislenkung immer mehr Kontrolle über die Wirtschaft und Gesellschaft erlangt. Dadurch entsteht ein neuer „Kriegswirtschaftssozialismus“, der leicht in einen vollständigen Enteignungssozialismus übergehen könnte.
Wir benötigen einen radikalen Mentalitätswandel: Nur durch eine bewusste Rückkehr zu freiheitlich marktwirtschaftlichen Prinzipien kann Deutschland dem Abstieg entkommen. Andernfalls droht ein totalitärer Staat oder ein chaotischer Systemzerfall, begleitet von Kapitalflucht, Wohlstandsverlust und dem Ende der individuellen Freiheit.
Soweit die Kernthesen zur deutschen Wirtschaftslage von Professor Polleit!
Als Partei die Basis setzen wir uns für ein freiheitliches Wirtschaftssystem ein, in dem sich die Fähigkeiten der Einzelnen optimal entfalten können. Wir benötigen nicht mehr, sondern drastisch weniger Staat!
Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen noch einen friedvollen Tag.
